Family-Based Treatment (FBT): „Den Eltern dabei helfen, Ihren Kindern zu helfen“

FBT ist ein wirksamer und international sehr gut untersuchter Therapieansatz, der in England und den USA speziell für Kinder und Jugendliche mit Magersucht entwickelt wurde, er baut vor allem auf das enge Einbeziehen der Eltern in die Therapie gleich von Anfang an, indem diese von einem/einer speziell geschulten FBT-Therapeuten/in Unterstützung bekommen.

Projektziel

Wir möchten FBT erstmalig in einem klinischen Forschungsprojekt 15 Berliner Familien anbieten und herausfinden, wie diese international etablierte Therapieform in Deutschland angenommen wird. Dabei vergleichen wir den langfristigen Gewichtsverlauf und weitere Essstörungssymptome sowie Behandlungszufriedenheit und -kosten mit dem derzeitigen deutschen Behandlungsstandard. Durch das Projekt erhoffen wir uns eine signifikante Erweiterung und Verbesserung der Therapieoptionen und -erfolge für unsere jungen Patient*innen mit Magersucht.

Der erste Schritt ist getan, und die Weichen sind in der Theorie gestellt. Um unsere Ideen nun auch in die Praxis umsetzen zu können, sollen für die Pilotstudie fünf erfahrene Therapeuten/innen eine spezielle FBT-Ausbildung durch Prof. Daniel Le Grange erhalten. Prof. Le Grange ist ein renommierter, US-amerikanischen Wissenschaftler, der maßgeblich an der Entwicklung von FBT beteiligt ist. Wir schätzen uns glücklich, dass wir ihn als FBT-Trainer und wissenschaftlichen Kooperationspartner gewinnen konnten.

Um in Deutschland eine neue Therapieform zu etablieren, ist noch viel Arbeit erforderlich. FBT ist noch nicht im deutschen Gesundheitssystem evaluiert, die Behandlungskosten werden daher nicht regelhaft von den Krankenkassen vergütet. Deshalb sind wir auf der Suche nach Sponsoren, mit denen wir unser ambitioniertes Projekt gemeinsam auf den Weg bringen können.

Um die Kosten der Pilotstudie, die in eine für Krankenkassenvergütung relevante Studie münden kann, zu decken, benötigen wir derzeit noch insgesamt 49.876 Euro.

Wir freuen uns über jeden Spendenbetrag!

Projektleitung
Prof. Dr. med. Christoph U. Correll
Dr. oec. troph. Verena Haas